SC Paderborn 07 hat die Chance, in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg den Bundesliga-Aufstieg zu schaffen. Die Ostwestfalen nutzten in der 2. Fußball-Bundesliga den Patzer von Hannover 96 mit einem 2:0-Auswärtssieg beim SV Darmstadt 98 aus. Da Hannover 96 gleichzeitig gegen den 1. FC Nürnberg nur unentschieden spielte, landeten die Ostwestfalen vor den Niedersachsen auf dem dritten Tabellenplatz. Somit spielt der SC Paderborn am Donnerstag und dem folgenden Montag in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg um den Aufstieg in die Bundesliga. "Als es feststand, war es bei uns ein Freudenmeer. Ich habe bei den Fans Tränen in den Augen gesehen. Für uns als SC Paderborn ist es ein toller Moment", sagte Paderborns Erfolgscoach Ralf Kettemann im Gespräch mit der Sportschau. Stefano Marino hatte für diese kurze Phase gesorgt, denn er brachte die Gäste in Führung. Nach einem Pass von Mattes Hansen spielte er Aleksandar Vukotić aus und traf mit einem Schuss ins kurze Eck. Lange währte der Traum aber nicht, denn die SV Elversberg führte schon nach einer guten Viertelstunde gegen den Absteiger SC Preußen Münster mit 2:0. Die Blicke gingen also in Richtung des Relegationsplatzes und somit zum Spiel in Hannover. Von dort gab es wegen der Nürnberger Führung zunächst eine gute Nachricht, doch schon zur Pause führte 96 mit 2:1. Damit war Paderborn nach 45 Minuten in der Blitztabelle auf den vierten Platz gerückt. Dennoch durfte die Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann ganz zufrieden sein. Immerhin hatte die eigene Führung Bestand. Dass Darmstadt ohne Treffer in der ersten Halbzeit blieb, war durchaus glücklich, denn Isac Lidberg traf in der vierten Minute nur den Innenpfosten, von dort sprang der Ball zurück ins Feld. Insgesamt verstand der SVD-Coach nicht so ganz, was er auf dem Feld sah: "Leistungstechnisch war es eines unserer besten Saisonspiele. Wie wir das verlieren konnten, muss mir jemand mal erklären", sagte Florian Kohfeldt der ARD-Sportschau. Nach der Pause intensivierten die "Lilien", die lange auch auf den Aufstieg hoffen durften, ihre Bemühungen auf den Ausgleich. Paderborn kam kaum zu einer Offensivaktion, dann allerdings zur großen Chance auf das 2:0. Sergio López foulte Jonah Sticker, Schiedsrichter Florian Badstübner entschied sofort und zu Recht auf einen Strafstoß. Filip Bilbija wählte die Mitte des Tores, um den Ball im Netz unterzubringen. Aber er zielte zu hoch, sodass der Ball von der Unterkante der Latte zurück ins Feld sprang (62.). Ein paar Minuten später gab es eine Auswechlung und viel Wehmut. Fabian Holland, der mehr als 300 Spiele für Darmstadt machte, verabschiedet sich nach zwölf Jahren von den Hessen. Von der Bank aus sah er, wie seine nun bald ehemaligen Kollegen weitere Chance erspielten, aber auch vergaben. Das Glück des SC Paderborn war aber noch nicht ausgereizt. Denn die Nürnberger schossen in der 83. Minute den 3:3-Ausgleich bei Hannover 96. Der Jubel im Gästeblock war